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04.02.2019

Ein Plus an Sicherheit in der Diamantenstadt

Hochverfügbare modulare USV-Systeme des Typs ENERTRONIC modular SE tragen dazu bei, die Sicherheit im Antwerpener Untergrund zu erhöhen.

Der Hauptbahnhof „Antwerpen-Centraal“ ist ein architektonisches Juwel. Wenn Sie das erste Mal von dort zur Premetro-Station Diamant gelangen, werden Sie überrascht sein, in einen typischen Straßenbahnwagen zu steigen.
Der Hauptbahnhof „Antwerpen-Centraal“ ist ein architektonisches Juwel. Wenn Sie das erste Mal von dort zur Premetro-Station Diamant gelangen, werden Sie überrascht sein, in einen typischen Straßenbahnwagen zu steigen.

Antwerpen – eine Stadt mit außergewöhnlichem Glanz. Seit über fünf Jahrhunderten gilt sie als wichtigstes Diamantenzentrum der Welt. Rund 1600 Diamantenfirmen, vier Diamantenbörsen und ein Diamantenmuseum haben hier ihren Sitz. Darüber hinaus beeindruckt die belgische Hafenstadt in der Region Flandern mit prachtvollen Gebäuden und kulturellen Einrichtungen aus verschiedenen Epochen. Ein architektonisches Juwel stellt der historische Hauptbahnhof „Antwerpen-Centraal“ dar. Dieser wurde zwischen 1899 und 1905 erbaut und besticht unter anderem durch sein prunkvolles Bahnhofsgebäude, bestehend aus einem eleganten Stahlstationsdach sowie einer 75 Meter hohen Kuppel.

Premetro Antwerpen

Eine weitere Besonderheit fällt dem Besucher spätestens dann auf, wenn er vom Bahnhof kommend an der Premetro-Station Diamant einen Anschluss per U-Bahn sucht. Die typischen U-Bahnwagen existieren hier nicht. 

Stattdessen nimmt man in Straßenbahnwagen Platz, mit denen man durch ein Netz aus mehreren Tunnelstrecken im Antwerpener Untergrund fährt. Daher auch die Bezeichnung „Premetro“ Antwerpen, in Anlehnung an die ursprüngliche Absicht, die Straßenbahntunnel zu einem späteren Zeitpunkt in eine U-Bahn umzufunktionieren. Doch dieses Vorhaben wurde bereits während des Baus im Jahr 1974 wieder verworfen. Nur die ersten vier Stationen Meir, Opera, Diamant und Plantin realisierte man als U-Bahn-Konzept, ausgestattet mit 90 Meter langen Bahnsteigen. Später gebaute Bahnstationen hingegen erhielten kostengünstigere Bahnsteiglängen von 60 Metern.

Das Straßenbahnnetz wird von der flämischen Verkehrsgesellschaft De Lijn betrieben. Von der insgesamt 13,5 km langen Tunnelstrecke und den 19 Haltestellen befinden sich nur 11,2 km und zwölf Stationen in Betrieb.

Eine weitere Abzweigung wurde im September 2017 für den Straßenbahnverkehr eröffnet. Seitdem fährt die Straßenbahnlinie 10 kurz vor der Station Zegel in die so genannte Reuzenpijp ein. Von hier verlässt sie, östlich des noch nicht in Betrieb genommenen Bahnhofs Foorplein, den Premetro-Tunnel in Richtung Wijnegem.

„Geisterstation“ Foorplein

Noch zählt Foorplein zu den sog. „Geisterstationen“. Aufgrund ihrer Lage direkt neben dem ehemaligen Bahnhof Borgerhout auf der Ostspur könnte sie sich zukünftig als Übergabestation eignen. Was jetzt also noch als Geisterstation bezeichnet wird, stellt zukünftig wahrscheinlich einen wichtigen Verbindungspunkt dar. Doch um hier eine maximale Verfügbarkeit der Bahnanlage zu garantieren und somit tausenden von Pendlern einen sicheren Fahrbetrieb zu gewährleisten, hat eine zuverlässige Signaltechnik höchste Priorität. Im Falle einer Evakuierung ist es z. B. von großer Wichtigkeit, dass Notsysteme für Licht- und Kontrollsysteme einwandfrei funktionieren.

Die ENERTRONIC modular SE vereint Robustheit, maximale Verfügbarkeit und einen hohen IP-Schutzgrad. Andernfalls könnte das Eindringen von metallischem Bremsstaub, der von den Straßenbahn­wagen freigesetzt wird, zu ernsthaften Problemen führen.
Die ENERTRONIC modular SE vereint Robustheit, maximale Verfügbarkeit und einen hohen IP-Schutzgrad. Andernfalls könnte das Eindringen von metallischem Bremsstaub, der von den Straßenbahn­wagen freigesetzt wird, zu ernsthaften Problemen führen.

Kritische und sehr sensible Verbraucher wie diese benötigen daher eine von Störungen des öffentlichen Netzes unabhängige Spannung. Diese kann ausschließlich von robusten unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USVs) sichergestellt werden, die speziell für den harten 24/7-Einsatz im Bahnwesen konzipiert worden sind. Höchste Anforderungen, denen BENNING mit seinen USV-Systemen der Baureihe ENERTRONIC modular SE nachkommt.

Hoher IP-Schutzgrad

Die Auftragserteilung seitens De Lijn erhielt BENNING 2016, nach einer etwa fünfmonatigen Planungs- und Evaluierungsphase. Entscheidend für die Überzeugung des Kunden war vor allem die Widerstandsfähigkeit der USV-Systeme gegen Umwelteinflüsse. Denn nicht nur Nässe und Feuchtigkeit, sondern auch das Eindringen von anderen Fremdkörpern wie z. B. von metallischem Bremsstaub, der permanent von den Bahnfahrzeugen freigesetzt wird, könnten zu folgenreichen Störungen führen. Käme es beispielsweise zu einer Signalstörung oder gar einem Stromausfall, so wäre die Sicherheit aller Fahrgäste und Bahnmitarbeiter gefährdet. Doch aufgrund ihres hohen IP-Schutzgrades sind die von BENNING speziell entwickelten USV-Systeme bestens gegen das Eindringen selbst feinster Staub- und Schmutzpartikel geschützt.

Die Abbildung (rechts) zeigt die ENERTRONIC modular SE (40 kW) und mehrere Batterieschränke vor Ort in der „Geisterstation“ Foorplein.
Die Abbildung (rechts) zeigt die ENERTRONIC modular SE (40 kW) und mehrere Batterieschränke vor Ort in der „Geisterstation“ Foorplein.

Als einziger Anbieter konnte BENNING der Verkehrsgesellschaft De Lijn ein modulares USV-System von dieser IP-Schutzart anbieten. Dank ihrer Kombination aus Modularität auf der einen und höchster Robustheit und Widerstandsfähigkeit auf der anderen Seite, erweist sich die ENERTRONIC modular SE als prädestiniert für dieses Projekt. Doch noch weitere Produktmerkmale tragen dazu bei, einen maximal sicheren Betrieb der Antwerpener Premetro langfristig sicherzustellen.

N+X redundantes Design

BENNING liefert De Lijn modernste Drei-Phasen-USV-Systeme. Diese besitzen ein N+X redundantes Design, das keinen „Single Point of Failure“ aufweist – kombiniert mit einer minimalen Servicezeit, welche u. a. auf der „Hot Swap“-Fähigkeit der Module basiert. Die daraus resultierende hohe Verfügbarkeit von 99,9999 % ist von entscheidendem Vorteil, da die Wartungsfenster aufgrund der langen Betriebsstunden des Bahnsystems nur sehr begrenzt sind. In Kombination mit der sehr guten Energieeffizienz (Wirkungsgrad > 96 %) ergibt sich zudem eine deutliche Reduzierung der Gesamtbetriebskosten (TCO).

Beste Voraussetzungen also, um im Antwerpener Untergrund ein Plus an Sicherheit zu generieren und den Bahnbetrieb auf lange Sicht möglichst störungsfrei zu gestalten.

Weitere Informationen

Kontakt: Mathias Schmaenk 
Tel.: +49 2871 93-316
E-Mail:  m.schmaenk@benning.de

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