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02.04.2016

Ein Wasserkraftwerk inmitten der Wüste?

Was zunächst absurd klingen mag, ist in Chile schon bald Realität. – In Deutschland bestehen deutlich einfachere Möglichkeiten, wie das Laufwasserkraftwerk Kachelt eindrucksvoll beweist.

Ein Wasserkraftwerk inmitten der Wüste?
Blick in das Generatorhaus des Laufwasserkraftwerks Kachlet
Blick in das Generatorhaus des Laufwasserkraftwerks Kachlet

Mithilfe von Solarenergie will das chilenische Energieunternehmen Valhalla Wasser aus dem Pazifischen Ozean in zwei Stauseen pumpen, die in den Anden liegen. Von da aus soll das Wasser wiederum in ein Kraftwerk gelenkt werden, um in der Atacama-Wüste Strom für drei Provinzen zu erzeugen. Die Kapazität soll sich dabei auf etwa 300 Megawatt belaufen.
Dank der Kombination aus Solar- und Wasserenergie ist es möglich, eine Stromversorgung rund um die Uhr zu realisieren. Produzieren die Solarkraftwerke mal mehr, als die Konsumenten verbrauchen, wird das Wasser sofort auf den Berg gepumpt. Das Wasserkraftwerk fungiert in diesem Zusammenspiel also als eine Art Akku.

 

Die Idee, auch in Deutschland die Wasserkraft zur Stromgewinnung zu nutzen, fand bereits in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts Anwendung. Aufgrund der ausgeprägten Fluss- und Seenlandschaft hierzulande sind in der Vergangenheit bereits viele Wasserkraftwerke entstanden, die auch heute noch einen entscheidenden Beitrag zur Energieversorgung leisten. Über eines davon, das Laufwasserkraftwerk Kachlet, berichtete die POWER news 4/2015.

 

Retrofit der Generatoren durch BENNING

Bei dem Laufwasserkraftwerk Kachlet handelt es sich um das leistungsstärkste und zweitälteste Kraftwerk der Rhein Main-Donau AG – ferngesteuert wird es von der Zentralwarte Landshut der UNIPER Kraftwerke GmbH, ehemals E.ON Kraftwerke GmbH. Um die Einspeise-Verfügbarkeit zukünftig sicherzustellen und die Lebensdauer der Anlage deutlich zu verlängern, entschied man sich 2014 für ein Retrofit der vier veralteten Wasserkraftgeneratoren. Auf der Suche nach einem kompetenten und erfahrenen Instandsetzungsunternehmen erhielt BENNING von E.ON den Auftrag.

 

Zwei Generatoren bereits freigegeben

Die Ausführung der Retrofit-Arbeiten durch den BENNING Bereich elektrische Maschinen ist im Zeitplan. Zwei der Generatoren wurden bereits freigegeben und wiesen bei den Abnahme-Messungen optimale Werte auf. Zu diesen zählten neben elektrischen Parametern auch Geräusch- und Schwingungswerte. Eine Freigabe für die Arbeiten am dritten Generator wird im Laufe des Aprils erwartet. Hier reagiert BENNING sehr flexibel und richtet sich nach den Wünschen des Betreibers, der den optimalen Abschaltzeitpunkt im Hinblick auf Einspeise-Möglichkeiten genau festlegt.
Der Auftraggeber UNIPER zeigte sich von BENNINGs Service vor Ort durchweg begeistert: „Unser Kunde hat sich sehr zufrieden über die Arbeiten auf der Baustelle geäußert. Insbesondere auch deswegen, da alle Arbeiten ohne das Auftreten von unsicheren Situationen oder gar Unfällen durchgeführt wurden“, so das Zwischenfazit von Volker Jenneßen, Leitung Bereich elektrische Maschinen bei BENNING.

Weitere Informationen

Kontakt: Volker Jenneßen
Telefon: +49 (0) 28 71 / 93 -269
E-mail: v.jennessen@benning.de

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