Sie befinden sich hier:

05.12.2014

Modulare Technik abgestimmt auf höchste Effizienz und Zuverlässigkeit

RWE betreibt in Hamm eines der modernsten Steinkohlekraftwerke der Welt und geht dabei neue Wege.

Eines der modernsten Steinkohlekraftwerke der Welt, das Kraftwerk der RWE in Hamm
Eines der modernsten Steinkohlekraftwerke der Welt, das Kraftwerk der RWE in Hamm

RWE zählt zu den führenden Strom- und Gas­anbietern in Europa. Bei der Stromerzeugung setzt das Unternehmen auf einen breiten Energiemix aus Gas, Kohle, Kernkraft und regenerativen Quellen. Der Einsatz modernster Technologien sorgt für einen schonenden Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen.
Dass auch effiziente Steinkohlekraftwerke im Zuge der erforderlichen Kraftwerkserneuerungen eine Schlüsselrolle einnehmen können, zeigt das Steinkohlekraftwerk in Hamm.

Mit einer Leistung von 1.600 Megawatt kann die Doppelblockanlage den Strombedarf von 3,2 Millionen Haushalten sichern. Seit dem 2. Juli 2014 ist Block E im kommerziellen Betrieb. Beide Blöcke sind mit einer Technik ausgerüstet, die Maßstäbe in Sachen Effizienz und Ressourcenschonung setzt. Der elektrische Wirkungsgrad der neuen Blöcke wird mit 46 Prozent das Optimum heutiger Technologie erreichen. Damit werden bei gleicher Stromerzeugung über 2,5 Millionen Tonnen weniger CO2 an die Atmosphäre abgegeben. Sichere Stromversorgung für den Kraftwerkseigenbedarf

Bereits im Rahmen des Neubaus der Blöcke D und E entschied sich RWE für die bewährten USV-Anlagen von BENNING.


Die installierten Stromversorgungen basieren auf modernen IGBT-Gleichrichtern in Monoblockbauweise, modularen DC-Wandlersystemen und modularen Wechselrichtern. Im Kraftwerksstandard werden hierzu immer 2 parallele Schienen in 2 x 100 % Redundanz aufgebaut. Die Verfügbarkeit der Stromversorgung wurde hier bereits durch den Einsatz von modularen Wechselrichtern jeweils in N + 1 Redundanz pro Schiene zu den standardmäßig geforderten 2 x 100 % Redundanz erhöht.

Aktuell werden bei BENNING weitere Stromversorgungen für das Steinkohlekraftwerk gefertigt. Diese Stromversorgungsanlagen werden zur Versorgung sensibler Verbraucher im Lager und Nebenwerkstätten ein­gesetzt. Sie sollen den sicheren Betrieb von Beleuchtung, Netzwerkkomponenten, Kommunikationseinrichtungen sowie eines Motorenprüfstandes und anderer Infrastrukturkomponenten gewährleisten. Obwohl es sich bei diesen Verbrauchern nicht um verfahrenstechnische Anlagenteile handelt, ist eine hohe Verfügbarkeit unerlässlich.


RWE beauftragte BENNING daher im August 2014 mit der Konstruktion einer entsprechenden Stromversorgungslösung.


BENNING konzipierte 2 Lösungsansätze. An­satz eins folgte der klassischen Kraftwerksanordnung mit 2 x 100 % redundanten Systemen, wie sie bereits in den Blöcken D und E betrieben werden.
Der zweite Vorschlag basierte auf modularer Technik in n + 1 (bzw. n + x) Redundanz. Diese modulare Technik benötigt wesentlich weniger Platz und spart Kosten in den Bereichen Energie und Service.

„RWE in Climate Performance Leadership Index aufgenommen“ Im Oktober 2014 ist RWE in den „Climate Performance Leadership Index“ aufgenommen worden. Mit der Platzierung auf der sogenannten „A-Liste“ der Nichtregierungsorganisation CDP (Carbon Disclosure Project) werden die Maßnahmen gewürdigt, die RWE zur Reduzierung speziell der Kohlendioxidemissionen unternommen hat.

RWE betreibt in Hamm eines der modernsten Steinkohlekraftwerke der Welt und geht dabei neue Wege

Energie ist Leben: Um den Bedarf an Energie zukunftssicher zu decken, muss die Energieversorgung Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit ausgewogen berücksichtigen. Auch Steinkohlekraftwerke können ihren Teil dazu beitragen.

Modularität für den harten Industrieeinsatz

Modularität für den Industrieeinsatz
Modularität für den Industrieeinsatz

BENNING liefert bereits seit Jahrzehnten in großen Stückzahlen modulare Gleich- und Wechselrichter für die batteriegestützte Stromversorgung von elektronischen Systemen in der Telekommunikations- und Informationstechnik. Diese modularen Systeme haben sich wegen ihrer hohen Verfügbarkeit und der guten Servicefreundlichkeit hervorragend bewährt.


Unter Berücksichtigung der speziellen Bedingungen beim Einsatz in der petrochemischen Industrie sowie der Energieerzeugung und -verteilung hat BENNING zudem robuste, modulare Gleich- und Wechselrichtersysteme entwickelt, die sich auch für den harten Industrieeinsatz eignen. Diese modularen Konzepte sind sogar für AKWs zertifiziert. Aktuell werden entsprechende Anlagen für einen großen Energieerzeuger in Osteuropa gefertigt und demnächst in Betrieb genommen.

 

Eines der modernsten Steinkohlekraftwerke der Welt, das Kraftwerk der RWE in Hamm
Eines der modernsten Steinkohlekraftwerke der Welt, das Kraftwerk der RWE in Hamm
Tebechop 13500 SE
Tebechop 13500 SE

VORWEG GEHEN mit modularer Technik

Die modularen Systeme bieten hohe Zuverlässigkeit durch beliebig anpassbare n + x Redundanz. Sie zeichnen sich durch gute Wirtschaftlichkeit aufgrund höchster Energieeffizienz und niedriger TCO (Total Cost of Ownership) aus. Dazu gehört unter anderem die Service- und Wartungsfreundlichkeit. Beispielsweise können die Mo­dule einfach in Eigenregie ausgetauscht werden. Das reduziert die Servicekosten und verringert eventuell auftretende Ausfallzeiten.


Selbstverständlich bieten die Systeme ebenfalls die im Kraftwerksbereich üblichen Überwachungs- und Meldeeinrichtungen.

Invertronic Modular
Invertronic Modular

Im Detail beinhalten die beiden zu installierenden Stromversorgungssysteme insgesamt 17 modulare Gleichrichter vom Typ TEBECHOP 13500 SE (Super Efficiency), zehn 15 kVA Module der Wechselrichterbaureihe INVERTRONIC modular sowie diverse Verteilungen und Batterien.
Sollte in Zukunft eine Leistungs- oder Redundanzerweiterung notwendig werden, so können einfach weitere Module ergänzt werden (pay as you need).

 

Zurzeit erfolgen Detailplanung und Fertigung in enger Zusammenarbeit zwischen RWE und BENNING. Die Werksabnahme der Systeme wird gemeinsam im Januar 2015 erfolgen, so dass die Anlagen im Februar installiert und in Betrieb gesetzt werden können. Mit den neuen, hocheffizienten, modularen Stromversorgungen erhält RWE nicht nur ausfallsichere Systeme, sondern bleibt auch dem Anspruch treu, „VORWEG(zu)GEHEN“ – und zwar in Sachen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit.

Total Cost of Ownership (TCO)

Neben den Investitions- und Betriebskostenmüssen Installations-, Raum-, Instandhaltungskosten und Kosten für Leistungserweiterungen über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage betrachtet werden.

Bedarfsorientierte Investition

Durch die modulare Plug-and-Play Technologie reduzieren sich diese Kosten gegenüber konventionellen Anlagen. Eine bedarfsorientierte Anpassung der Leistung ist jederzeit in Stufen realisierbar.

 

Autor/Kontakt: Achim Pickardt
Tel.: +49 (0) 28 71 / 93 -513
E-Mail: a.pickardt@benning.de

 

Zurück